Die Granulatherstellung kann auf zwei Arten erfolgen, die sich abhängig von der gewählten Granuliermethode voneinander unterscheiden. Es handelt sich entweder um die Strangpressgranulierung (Bandgranulierung) oder die sog. Kopfgranulierung.
Die Kopfgranulierung besteht darin, dass die Strangpresse, üblicherweise in der Ausführung Zweischneckenmaschine, mit dem sog. Granulierkopf versehen ist. Im Prinzip ist dies eine gelochte Platte, über die das Material ausgepresst und an die, mithilfe der Druckkraft, der rotierende Messerkopf angepresst wird. Der Messerkopf ist an seinem Umfang mit Messern versehen, deren Schneidekanten die ausgepressten Stränge abhacken. Um das gegenseitiges Verkleben der Granulatteile zu verhindern, wird die Granuliermasse mit Luft oder Wasser gekühlt. Diese Kühlmedien werden gewöhnlich auch zum Transport des hergestellten Granulats zu seiner weiteren Verarbeitung verwendet. Auf diese Art und Weise hergestelltes Granulat weist eine charakteristische Linsen- oder Kernform auf.
Die Herstellung der PVC-Plastisolen beruht auf dem Prinzip der Vermischung von Pulver- und Flüssigkomponenten in Mischanlagen. Für die Herstellung der Plastisole werden am häufigsten langsamläufige planetare Mischanlagen eingesetzt, die mit einem Arm ausgestattet sind. Verwendet werden auch hochtourige Mischmaschinen, die sog. Dissolver.
Das pastenförmige Polymer wird zusammen mit den Pulverkomponenten dem Gemisch von Flüssigkomponenten (sog. Plastifikatoren) beigefügt. Während des Mischvorganges werden die Pulverkomponenten im Plastifikator eingeweicht, wodurch das sog. Plastisol entsteht. In dem abschließenden Mischvorgang wird aus dem Plastisol die überflüssige Luft abgesaugt.
Plastisole werden üblicherweise in großen Behältern (sog. Homogenisatoren) gelagert, in denen das PVC-Plastisol langsam durchgerührt wird und seine Endeigenschaften erhält.
Der Auspressvorgang ist ein technologisches Verfahren, während dem das Polymer (das Polymergemisch mit Zusätzen) in der Strangpressmaschine zerschmelzt und die Kunststoffschmelze über die Profiliermaschine (Strangpressenkopf) kontinuierlich ins Freie ausgepresst wird. Die Strangpresstechnologien werden zur Herstellung von Endformen oder Rohlingen verwendet. Je nach der Form des Enderzeugnisses oder Rohlings werden die Strangpresstechnologien in drei Basisgruppen aufgeteilt:
Für diese technologischen Vorgänge werden vor allem Schneckenpressen (Extruder) genutzt, die jedoch nicht selbständig arbeiten, sondern ein Bestandteil von Produktionsanlagen sind, bei denen die sonstig vorhandenen Maschinen und Einrichtungen für die Eichung, den Abzug, das Trennen und ggf. auch für die Zusatzarbeiten an der Form oder Oberfläche sorgen.
Die Anlage für das Auspressen von Profilen und Röhren besteht aus einer Schneckenpresse, einem Strangpressenkopf, einer Eichstelle, einem Kühl- und Nachkühlbereich, einer Abzugsvorrichtung, Trennung und Aufwicklung ggf. ist auch eine Kipprinne vorhanden.
Üblicherweise werden Einschneckenpressen verwendet. Das weichmacherfreie PVC wird mithilfe der Zweischneckenpresse ausgepresst. Zur Röhrenherstellung werden PVC, HDPE, LDPE, PP, PA, POM, PBT verwendet. Die Profile werden aus PVC, PS und ihren Kopolymeren, PMMA, PC, POM, und ähnlichen hergestellt.
Für die fluidartige Beschichtung wird das Polymerpulver verwendet. Das Polymerpulver wird im Aufwind (sog. Fluidbett) gehalten und verhält sich auf ähnliche Art und Weise wie Flüssigkeiten. Sobald ein erwärmter Metallgegenstand in das Pulver eingetaucht wird, bildet sich auf der Oberfläche des Gegenstandes die gewünschte Kunststoffschicht.
Für das Tränkungsverfahren wird das flüssige PVC-Plastisol verwendet. Durch das Eintauchen eines erwärmten Metallgegenstandes ins Plastisol wird die gewünschte Kunststoffschicht auf der Oberfläche des Gegenstandes gebildet. Danach folgt die Gelatinierung. Durch das Tränkungsverfahren können Schutz- oder Zierschichten auf die vorhandenen Metallgegenstände aufgetragen werden. Um die Adhäsionsfähigkeiten der Beschichtung an der Metalloberfläche zu gewähren, werden Adhäsionsbehandlungen wie der Lackiervorgang eingesetzt. Durch ein Tränkungsverfahren, bei dem die Erzeugnisse in einer Metallform getränkt und von ihr gleich abgenommen werden, kann man elastische Kunststoffabdeckungen und -überzüge herstellen.